Kort samengevat
Drei Wochen reichen für die Südinsel in Ruhe — oder für beide Inseln, dann aber im zügigen Tempo. Wir empfehlen die Südinsel ab Christchurch: Mount Cook, Wanaka, Queenstown, Milford Sound, die Catlins, Dunedin und über Kaikōura zurück. Rund 2.400 Kilometer bei maximal 250 km pro Tag, mit zwei Nächten an den schönsten Stopps.
Drei Wochen sind die Länge, bei der Neuseeland zum ersten Mal aufgeht. Zwei Wochen zwingen dich, dich zwischen den Inseln zu entscheiden; vier Wochen haben die wenigsten. In drei Wochen siehst du beide Inseln, ohne dass daraus ein Fahrplan wird — wenn du eines akzeptierst: Nicht alles geht.
Hier die Route, die wir unseren Gästen am häufigsten empfehlen. Rund **3.400 Kilometer**, Schwerpunkt Südinsel, mit den Fahrzeiten, die Google Maps dir nicht gibt.
Es ist eine Einwegstrecke: Abholung in Auckland, Rückgabe in Christchurch. Bei uns geht das ab drei Wochen Mietdauer — frag einfach, dann rechnen wir es dir durch.
Wie viele Kilometer fährst du in drei Wochen?
Auf dieser Route etwa 3.400, verteilt auf einundzwanzig Tage. Das klingt nach viel und fällt in der Praxis kaum auf, weil du an sieben Tagen gar nicht fährst.
Unterschätzt wird nicht die Entfernung, sondern die Fahrzeit. Neuseelands Straßen sind schmal und kurvig, und die Navigation ist dabei systematisch zu optimistisch. Rechne mit einem Drittel mehr als angegeben, mit dem Camper eher der Hälfte.
| Auckland – Rotorua | 230 km | 3 Stunden |
| Rotorua – Tongariro | 160 km | 2,5 Stunden |
| Tongariro – Wellington | 330 km | 4,5 Stunden |
| Picton – Kaikōura | 160 km | 2,5 Stunden |
| Christchurch – Aoraki | 330 km | 4,5 Stunden |
| Te Anau – Milford Sound | 120 km | 2 Stunden pro Richtung |
| Queenstown – Franz Josef | 350 km | 5,5 Stunden |
Woche 1 — Nordinsel: Auckland nach Wellington
**Tag 1–2, Auckland.** Hol den Camper ab und fahr am selben Tag aus der Stadt. Auckland ist keine Camperstadt: Die Plätze liegen außerhalb, der Verkehr ist der dichteste des Landes.
**Tag 3–4, Coromandel.** Am Hot Water Beach gräbst du dir bei Ebbe dein eigenes Warmwasserbecken in den Sand — schau vorher in den Gezeitenkalender, es funktioniert nur zwei Stunden um Niedrigwasser. Cathedral Cove liegt vierzig Minuten Fußweg vom Parkplatz.
**Tag 5–6, Rotorua und Taupo.** Geothermalgebiet: Schlammtöpfe, Geysire und ein Schwefelgeruch, den du nach einem halben Tag nicht mehr wahrnimmst. Rotorua ist das Zentrum der Māori-Kultur; ein gut gemachter Kulturabend ist hier der beste, den du findest. Taupo liegt eine Stunde weiter und ist ruhiger.
**Tag 7–8, Tongariro.** Das Tongariro Alpine Crossing ist die beste Tageswanderung des Landes. Plan zwei Tage ein, denn bei schlechtem Wetter fällt es aus. Übernachte in der Nähe des Startpunkts — die Shuttles fahren vor Sonnenaufgang.
**Tag 9, nach Wellington.** Lange Fahretappe. Buch die Fähre früh: In der Hochsaison ist sie Wochen im Voraus ausgebucht, und sie ist die einzige Verbindung.
Woche 2 — Südinsel: Picton nach Queenstown
**Tag 10, Überfahrt und Marlborough.** Die Fähre braucht dreieinhalb Stunden, und die letzte davon führt durch die Marlborough Sounds — bei klarem Wetter eine der schönsten Bootsfahrten, die du machen kannst. Die Weinregion beginnt direkt hinter dem Hügel.
**Tag 11, Kaikōura.** Wale, und Berghänge, die direkt ins Meer fallen. Kurze Etappe, also hast du den Nachmittag frei.
**Tag 12–13, Christchurch und Aoraki.** Über Christchurch zum Lake Tekapo — das Türkis kommt von Gletschermehl im Schmelzwasser. Übernachte bei Aoraki/Mount Cook und geh den Hooker Valley Track: drei Stunden, fast eben, und am Ende stehst du vor dem höchsten Berg des Landes.
**Tag 14–16, Queenstown und Wanaka.** Queenstown ist der vollste Punkt deiner Reise und nicht jedermanns Sache. Wanaka liegt eine Stunde weiter, ist ruhiger und aus unserer Sicht schöner.
Woche 3 — Fiordland, Westküste und zurück
**Tag 17–18, Te Anau und Milford Sound.** Von Te Anau sind es zwei Stunden hin und zwei zurück, und unterwegs hältst du fünfmal. Buch eine Bootsfahrt am Vormittag, dann ist es ruhiger. Mehr dazu in unserem Milford-Sound-Beitrag.
**Tag 19–20, die Westküste.** Von Queenstown nach Franz Josef ist die längste Etappe der Reise. Die Gletscher ziehen sich zurück, aber die Pancake Rocks bei Punakaiki machen die Fahrt mehr als wett. Rechne hier mit Wetter — die Westküste ist die grünste Ecke des Landes, weil sie es abbekommt.
**Tag 21, über den Arthur's Pass zurück.** Der Arthur's Pass bringt dich über die Neuseeländischen Alpen zurück nach Christchurch. Keas auf dem Parkplatz gehören dazu; lass nichts auf dem Autodach liegen.
Was kostet diese Route?
Für zwei Personen mit dem 2-Personen-Camper, außerhalb der Hochsaison, bei 3.400 Kilometern.
| Camper, 21 Nächte | NZ$4.725 | Aprilpreis NZ$225 pro Nacht |
| Diesel, rund 340 Liter | NZ$915 | Bei NZ$2,692/Liter, MBIE Aug. 2026 |
| Road User Charges | NZ$286 | 3.400 km à NZ$0,084 |
| Campingplätze | NZ$500 | Mix aus kostenlos, standard und serviced |
| Lebensmittel | NZ$1.260 | Meist selbst gekocht |
| Gesamt, ohne Fähre | NZ$7.686 |
Pro Person und Tag sind das rund NZ$180 — Bett, Fahrzeug, Kraftstoff und jede Mahlzeit zusammen. Im Juni fällt dieselbe Route unter NZ$6.000.
Was kannst du weglassen, wenn die Zeit knapp wird?
- **Auckland selbst.** Ein Tag in der Stadt bringt wenig, was du anderswo nicht schöner siehst. Fahr durch.
- **Christchurch.** Interessant wegen des Wiederaufbaus nach dem Erdbeben, aber kein Muss, wenn du für Natur kommst.
- **Wanaka oder Queenstown.** Sie liegen eine Stunde auseinander und ähneln sich. Nimm eines.
- **Die Gletscher.** Ohne Helikopterflug siehst du sie nur aus der Ferne. Die Fahrt dorthin ist schöner als das Ziel.
Was du nicht streichen solltest: das Tongariro Crossing, Milford Sound und Aoraki. Das sind die drei Orte, über die Leute hinterher reden.
Was musst du vorher buchen?
- **Den Camper**, besonders zwischen Dezember und Februar. Kleine Flotten sind Monate im Voraus ausgebucht.
- **Die Fähre über die Cook Strait.** Einzige Verbindung, in der Hochsaison Wochen vorher voll.
- **Die Bootsfahrt am Milford Sound**, vor allem die Vormittagstermine.
- **Den Shuttle fürs Tongariro Crossing**, samt der kostenlosen DOC-Registrierung.
Alles andere — Campingplätze, Wanderungen, wo du isst — entscheidest du unterwegs. Genau dafür nimmst du einen Camper.
Wann du diese Route am besten fährst, steht in beste Reisezeit.
Veelgestelde vragen
Für eine Insel auf jeden Fall. Drei Wochen sind ideal für die Südinsel mit Zeit an den schönsten Stopps. Beide Inseln gehen auch, werden dann aber zur Fahrreise mit kurzen Stopps statt zu einer entspannten Rundreise.
Unsere Südinsel-Route umfasst rund 2.400 Kilometer in 21 Tagen. Das sind im Schnitt gut 100 km pro Tag, mit einzelnen längeren Etappen und mehreren Orten, an denen du zwei Nächte bleibst.
Christchurch ist meist die bessere Wahl: günstigere Flüge, mehr Verbindungen und eine natürliche Rundroute. Wir übergeben in Auckland und in Christchurch, One-way zwischen beiden Städten ist ebenfalls möglich.
Zwischen Dezember und Februar ja, besonders über Weihnachten und Neujahr. In der Nebensaison und im Winter kommst du fast überall spontan unter — mit einem self-contained Camper stehen dir zusätzlich die ausgewiesenen Freedom-Camping-Plätze offen.
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Geschrieben von Lauran & Nikki
Die Familie hinter JustGoodCampers. Wir leben in Neuseeland und helfen Reisenden, das Land mit dem Camper zu entdecken. Mehr über uns


